Eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Menschen, die unbehandelt zu Zahnverlust führen kann, dabei ist  nicht nur das Kauorgan betroffen,  sondern der gesamte Organismus. Das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, ist deutlich erhöht. Der Körper muß ständig gegen den Entzündungszustand ankämpfen und in Phasen einer geschwächten Abwehrsituation besteht die Gefahr des Ausschwämmens aggressiver Keime in die Blutbahn. Ursache einer Paradontitis ist bakterieller Zahnbelag (Plaque) der die Haltesubstanz des Zahnes angreift und durch eine körpereigene Antwortreaktion das Stützgewebe um den Zahn abbaut.  Im Rahmen der Parodontitistherapie werden die in den Zahnfleischtaschen festsitzenden Ablagerungen  und entzündlich verändertes Gewebe entfernt, dabei kann die Anwendung eines Lasers das Ergebnis deutlich verbessern und zudem eine zusätzliche Gabe von Antibiotika überflüssig machen. I

Bei größeren parodontalen Defekten kann durch operative Verfahren abgebauter Knochen auch wieder  ersetzt  und so eine tatsächliche Heilung erreicht werden.  Häufig wird die Parodontitis erst in einem Alter von 40-50 Jahren entdeckt, erste Anzeichen sind jedoch über ein parodontales Screening im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung, häufig früher feststellbar. I

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